Talstation Steinbergerbahn Leogang

Verkehr

Gipfelstürmen leichtgemacht: Talstation in Leogang (A)

Organische Architektur im Trockenbau

Einladend und dynamisch – so empfängt die Talstation der neuen Steinbergbahn im beliebten Wintersportort Leogang im Salzburger Land ihre Besucher. Das expressiv geformte Gebäude vereint eine Vielzahl von Funktionen und ermöglicht den Besuchern gleichzeitig eine gute Orientierung. Den Architekten der W2 Manufaktur war es wichtig, mit dem Baukörper die umgebende Berglandschaft in Szene zu setzen und den Blick der Besucher auf die Natur zu lenken. Bei der Wahl der Oberflächen setzten sie daher auf klassische Materialien wie Putz, Beton, Stahl und Glas. Die geschwungenen Decken im Innen- und Außenbereich wurden mit glatten, weißen Putzoberflächen im Trockenbau realisiert. Für die Beplankung der Holz-Unterkonstruktion waren sehr feuchtigkeitsresistente Platten erforderlich. Außerdem sollten sich diese den Rundungen anpassen und leicht zu verarbeiten sein. Durch die Kombination all dieser Eigenschaften punktete die für den Außenbereich zugelassene Spezialplatte LaHydro von Siniat.
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Neues Tor zum Skicircus

Hauptschule Sundern altes Klassenzimmer
Hauptschule Sundern altes Klassenzimmer
Über 270 Pistenkilometer und 70 hochmoderne Seilbahn- und Liftanlagen bietet der Skicircus seinen Besuchern ab Winter 2015/16. Der Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang und Fieberbrunn sind dann das größte zusammenhängende Skigebiet Österreichs. Bis vor kurzem führte aus dem Ort Leogang nur eine Seilbahn in das Wintersportgebiet, die bereits an die Grenzen ihrer Kapazität stieß. Im Dialog zwischen den Leoganger Bergbahnen als Bauherr, den Grundbesitzern, den knapp 80 weideberechtigten Landwirten, der Gemeinde und den zuständigen Behörden, wurden in einem sieben Jahre dauernden Prozess alle Vorbereitungen für den Bau einer zweiten Gondelbahn getroffen. Der Spatenstich für die Steinbergbahn erfolgte im März 2014 und weniger als neun Monate später konnte die neue Aufstieghilfe bereits eröffnet werden. Nun gelangen bis zu 2.500 Personen pro Stunde rasch, komfortabel und sicher auf den Berg und überwinden dabei eine Distanz von 3.800 Metern.
Wie eine einladende Geste wirkt die gerundete
Form der Talstation der neuen Steinbergbahn.

Natürlich fließende Formen

Hauptschule Sundern Flur
Hauptschule Sundern Flur
Wichtigste „Visitenkarte“ der Steinbergbahn ist ihre Talstation, entworfen vom ortsansässigen Architekturbüro W2 Manufaktur. Das umfangreiche Raumprogramm umfasst nicht nur die Kasse, den Gondeleinstieg, die notwendigen Technikräume und die Büros – auch eine Skischule, ein Skiverleih, sowie ein Sportgeschäft und ein Bistro sind in der Talstation untergebracht. All diese unterschiedlichen Nutzungen galt es, in einem barrierefreien Gebäude zu fassen und dabei für kurze Wege und gute Orientierung zu sorgen. Der fließende Baukörper mit möglichst wenigen Wänden und Stützen setzt eine klare architektonische Geste und ermöglicht gleichzeitig einen optimalen Ablauf – gemäß dem Motto „Kiss and Ski“. Das unaufgeregte Erscheinungsbild wird durch die zurückhaltenden, hochwertigen Materialien unterstützt. So rückt das imposante Gebirgspanorama ganz in den dramaturgischen Mittelpunkt der hellen, lichtdurchfluteten Räume.
Den Architekten war es wichtig, das Bergpanorama
in Szene zu setzen und schlichte, hochwertige
Materialien zu verwenden.
Talstation Steinbergerbahn Leogang

Schlichte Putzflächen mit hoher Resistenz

Talstation Steinbergerbahn Leogang
Großzügige Putzflächen prägen die Deckenuntersichten des zweigeschossigen Gebäudes. Bei ihrer Ausführung gab es besondere Herausforderungen für den Trockenbau - sowohl durch die großen Temperaturunterschiede im Lauf der Jahreszeiten und die wechselnde Feuchtigkeitsbeanspruchung als auch durch den dynamisch geformten Baukörper. Laut Ausschreibung war für den nicht direkt bewitterten Außenbereich und den offenen Innenbereich der Talstation eine besonders feuchtigkeitsresistente Beplankung erforderlich. Mit der Umsetzung der Holzund Trockenbauarbeiten waren Zimmerermeister Georg Gschwandtl und sein Team betraut. Aus mehreren Gründen wählten sie für diese Aufgabe die Spezialplatte LaHydro von Siniat: Sie zeichnet sich im Gegensatz zu zementgebundenen Platten durch ihre einfache Verarbeitbarkeit und die Möglichkeit, gebogene Wand- und Deckenflächen zu erstellen, aus. Da aufgrund der Gebäudeform keine einzige der über 700 verbauten Platten eine ebene Oberfläche aufweist, waren diese Eigenschaften besonders wichtig. Gleichzeitig garantiert die Spezialplatte durch ihre Zulassung in der Belastungsgruppe W4 nach ÖNORM B 3346 eine besonders hohe Resistenz gegen Feuchte und Nässe.
Die elegant geschwungenen Formen im Innen- und Außenbereich wurden mit der Spezialplatte LaHydro auf einer Holz-Unterkonstruktion realisiert.

Werkplan als ideale Vorlage

Talstation Steinbergerbahn Leogang
Talstation Steinbergerbahn Leogang
Der Einsatz der Spezialplatten LaHydro wurde vorab optimal vorbereitet: „Wir entwickelten erste Skizzen für die Verlegung, die anschließend mit den Anwendungstechnikern von Siniat in Oberursel abgestimmt wurden“, erzählt Georg Gschwandtl. Der daraus resultierende Werkplan diente als Grundlage für die Umsetzung vor Ort. Diese gewissenhafte Planung war vorteilhaft – besonders, da die Realisierung schneller erfolgen musste als geplant: Beim Aushub des Erdreiches stellte sich heraus, dass der Boden weniger tragfähig war als ursprünglich angenommen. Daher nahm die Befestigung des Hanges etwa sechs Wochen mehr Zeit in Anspruch. Dennoch verzögerte sich die Gesamtbauzeit nicht – dank der guten Vorbereitung und der reibungslosen Zusammenarbeit aller Gewerke konnte das Gebäude wie vorgesehen am 5. Dezember 2014 eröffnet werden.
Dank der Verwendung der Spezialplatte LaHydro
kann die Feuchtigkeit, die durch die Gondeln in
das Innere der Talstation gelangt, den Trockenbau-
Oberflächen nichts anhaben.
Talstation Steinbergerbahn Leogang Ausbau
Talstation Steinbergerbahn Leogang Ausbau
In insgesamt sechs Wochen errichteten vier Arbeiter-Trupps von Holzbau Gschwandtl die Unterkonstruktion und befestigten die LaHydro- Platten. Aufgrund der großen Gebäudehöhe waren dafür Hebebühnen erforderlich. Die einfache Handhabung und das geringe Gewicht der Spezialplatten kamen den Verarbeitern hierbei zugute. Da gleichzeitig andere Arbeiten, wie beispielsweise das Verlegen der Böden, stattfanden, wurden die Unterkonstruktion und die Platten in den einzelnen Bereichen häufig in einem Arbeitsschritt angebracht.
Die Logistik der Baustelle und die äußerst kurze
Bauzeit erforderte es, bei der Errichtung der
Unterkonstruktion und der Befestigung der Platten
etappenweise vorzugehen.
Talstation Steinbergerbahn Leogang Ausbau

Holz-Unterkonstruktion mit Schwung

Talstation Steinbergerbahn Leogang Ausbau
Die Unterkonstruktion für den Trockenbau ist mit einem Abstand von etwa 1,5 Metern an der tragenden Konstruktion angebracht. Sie besteht aus Konstruktionsvollhölzern mit Querschnitten von 6/8 cm bis zu 2,3/12 cm. Die schmalen Fichtenbretter wurden wegen ihrer Biegsamkeit gewählt, um die geschwungenen Formen optimal umsetzen zu können. „Aufgrund der komplexen und unregelmäßigen Geometrie war es wirtschaftlicher, mit den Naturmaßen zu arbeiten“, berichtet Gschwandtl. Die Unterkonstruktion war deshalb nur teilweise vorgefertigt, der Großteil der Zuschnitte erfolgte direkt vor Ort auf der Baustelle. Die Spezialplatten LaHydro wurden ebenfalls vor Ort mit Gipsmessern zugeschnitten. „Die Verarbeitung lief völlig problemlos mit Gipsmessern, wie bei normalen Gipskartonplatten. Dabei waren wir darauf bedacht, so verschnittarm wie möglich zu arbeiten,“ so Georg Gschwandtl.

Da sämtliche Platten auf gewölbtem Untergrund angebracht wurden, war die hohe Biegsamkeit der LaHydro von großem Vorteil. „Teilweise gab es recht kleine Radien, doch die Platten ließen sich sehr gut an die Unterkonstruktion anpassen“, zeigt sich Gschwandtl zufrieden. Jede Platte ist mit etwa 70 Holzbauschrauben, die einen Durchmesser von 3,5 mm und eine Länge von 39 mm haben, an der gebogenen Holz-Unterkonstruktion befestigt. Nach jeder sechsten Platte, also etwa alle zehn Meter, sind Dehnfugen ausgeführt, die sicherstellen, dass die Größenveränderungen bei Feuchte- und Temperaturunterschieden nicht zu Rissen führen.
Die Spezialplatten wurden per Hebebühne in
Position gebracht und mit Holzbauschrauben
befestigt.
LaHydro und der gebrauchsfertige Fugenfüller
Pallas hydro sind optimal aufeinander abgestimmt.

Gut aufeinander abgestimmt

Auch die Baustellenlogistik lief reibungslos, wie Georg Gschwandtl bestätigt: „Etwa 90% der Platten wurden zu Beginn der Arbeiten auf die Baustelle geliefert. Knapp vor der Fertigstellung, als wir die exakte Restmenge bestimmen konnten, haben wir die restlichen 10% bestellt. Dank kurzer Lieferzeiten war dies die ideale Lösung.“
Mit den abschließenden Spachtelarbeiten war ein lokaler Malerbetrieb betraut. Dabei kam der gebrauchsfertige Fugenfüller Pallas hydro zum Einsatz, der mit seiner hohen Feuchtebeständigkeit ideal auf LaHydro abgestimmt ist. Die unkomplizierte Verarbeitung der Spachtelmasse war umso wichtiger, da die Arbeiten über Kopf und teilweise an schwer erreichbaren Stellen stattfanden. Die eleganten Rundungen des Gebäudes kommen durch die Q2-Qualität des Putzes nun optimal zur Geltung. Dank der hohen Feuchtebeständigkeit der verwendeten Produkte ist die langfristig attraktive Optik der Talstation garantiert.

Persönliche Beratung

Unsere Experten an der technischen Hotline unterstützen Sie gern bei Ihrem Trockenbau-Projekt!

Tel.: +49 2102 / 49 33 66
E-Mail: anwendungstechnik@siniat.com

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