Sparkasse Wittstock

Büro und Verwaltung

An die Grenzen gehen

Passanten, die an dem Ende August 2002 eröffneten Neubau vorbeikommen, hört man vielfach sagen: „Schau die neue Sparkasse, schön nicht?" - In den Standort Wittstock hat die Sparkasse Ostprignitz-Ruppin rund 3 Mio. Euro investiert. Entstanden sind 1.700 m² modern ausgestatteter Raum für Finanzdienstleistungen, Vermögensmanagement und Immobilienservice. In der 500 m² großen Kundenhalle im Erdgeschoss dominiert der großzügige SB-Bereich. Im Obergeschoss befinden sich Beratungs- und Besprechungsräume. Die Bauausführung lag weitgehend in den Händen regionaler Unternehmen. So kam die Investition der strukturschwachen Region nördlich von Berlin zu Gute. Die Arbeiten begannen im Februar 2002. Den Anfang machten Archäologen, die im Untergrund Werkzeugteile aus dem 13. und 14. Jahrhundert fanden.
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Kombination klassischer und moderner Elemente

Hauptschule Sundern altes Klassenzimmer
Hauptschule Sundern altes Klassenzimmer
Der 2½-geschossige Neubau in Form eines „T" gliedert sich in zwei Teile: Der vordere Gebäuderiegel zum Markt schließt eine Baulücke. Er gliedert sich harmonisch in das historische Stadtbild ein: Fassaden und Dachform sind in Zusammenarbeit mit dem Amt für Denkmalschutz entstanden. Auf der Rückseite mündet das schmale Grundstück auf einen Innenhof. Das auf Banken spezialisierte Architekturbüro B + P aus Coesfeld hat im hinteren Gebäudeteil die Tragwerksstruktur aufgelöst und eine leichte, futuristische Stahl-/Glaskonstruktion mit gläsernen Wänden gewählt. Die begrenzte Fläche lässt sich so optimal nutzen, ohne dass es eng wirkt. Innen unterliegt die Deckengestaltung einem Raster von 15 x 15 Metern. Die entstehende Rhythmik trägt ebenfalls dazu bei, das Gebäude in die maximalen Höhen und Breiten einzupassen.

Formteile intensiv eingesetzt

Hauptschule Sundern Flur
Hauptschule Sundern Flur
Beim Rundgang durch die Geschäftsstelle fällt Trockenbauspezialisten die Vielzahl der Formteil- Lösungen ins Auge. Ein Grund hierfür liegt in der transparenten Bauweise: Rohbauelemente und Technik-Installationen gilt es exakt und sauber zu verkleiden - wofür sich maßgenau vorgefertigte Elemente optimal eignen. Architekt Josef Rotthoff erläutert: „Wir haben uns intensiv mit dem Thema befasst und setzen Formteile verstärkt ein. Uns überzeugt vor allem ihre Präzision." Auch in Wittstock hat das Architekturbüro seine Ideen mit Hilfe individuell und detailliert gestalteter Fertigteile umgesetzt. Besonders auffallend ist eine Lamellenkonstruktion im Bereich des Atriums. Dieses dient als Treppenhaus und reicht über zwei Etagen. Das pyramidenförmige Glasdach ist außen teilweise mit Sonnenschutzlamellen ausgestattet. Gips-Lamellen im Anschluss an das Glasdach sowie an der Decke des Erdgeschosses greifen diese Optik auf. Gleichzeitig reduzieren sie die Deckenhöhe auf ein angenehmes Maß. Technisch lässt sich über die Lamellen Luft absaugen. Um die anspruchsvolle Konstruktion zu realisieren, hat der Formteil- Hersteller Siniat einen zweiteiligen Bausatz maßgenau vorgefertigt. Dieser besteht aus einem Grundträger sowie LaForm Lamellen. Der Grundträger dient als Unterkonstruktion. Er ist mit werkseitig erstellten Ausschnitten versehen, ähnlich wie ein Kamm. Eine wesentliche Herausforderung für den Verarbeiter Ruppiner Bauring GmbH bestand darin, jeden einzelnen der 104 Träger absolut exakt auszurichten. Als Befestigung dient eine Metallkonstruktion: Diese hat der Trockenbauer entsprechend höher beziehungsweise tiefer abgehängt, um die üblichen Rohbau-Toleranzen auszugleichen. „Wir mussten die Betondecke genau in die Waagerechte bringen und Höhensprünge auf jeden Fall vermeiden, weil man die sofort gesehen hätte," erklärt Dietmar Krüger vom Ruppiner Bauring. Anschließend wurden die 2,5 Meter langen und 2,5 cm starken LaForm Lamellen eingeschoben und verspachtelt. Die letzte Lamelle ist direkt an die Decke angearbeitet, damit der Anschluss fugenlos bleibt. Insgesamt haben die Lamellenverkleidungen eine Gesamtlänge von 52 Metern. Wie wichtig Bauherrn und Architekt die sorgfältige Ausführung war, verdeutlicht ein Detail: Die Lamellen sind - ähnlich wie Lochplatten - mit einem schwarzen Fließ hinterlegt. Das von der Siniat GmbH bereitgestellte Fließ aus Filzgewebe verdeckt die Installationen und verhindert Staubablagerungen.
Sparkasse Wittstock
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Zahlreiche Formteile befinden sich darüber hinaus im Bereich der Fassadenanschlüsse: Trapezförmig abgestaffelte Verkofferungen mit Schattenfuge und Überstand verkleiden die Stahlträger - Deckenhohlräume nehmen die Klima- und Lüftungstechnik auf. Die hohe Passgenauigkeit der Siniat GmbH Elemente verhindert die Schallübertragung von Raum zu Raum und sichert so die für Banken wichtige Diskretion im Kundengespräch. Eine Besonderheit der Deckenkonstruktion sind die vielen Versprünge: Sie lockern das Erscheinungsbild auf und reduzieren die Deckenhöhe. Auch hier finden sich keine verspachtelten Ecken, sondern ausschließlich Formteile. Der Trockenbauer war gefordert, sehr sorgfältig zu arbeiten: Auf Flächen von nur 20 cm2 finden sich bis zu vier Abhänger, wodurch sich die Unterkonstruktion immer wieder ändert. Auch die Säulenansätze sind mit LaForm-Elementen und einer Schattenfuge sauber an die Decke angeschlossen.

Fazit:

Die Sparkasse Ostprignitz-Ruppin hat intensiv individuell gestaltete Formteile von Siniat eingesetzt. Im Vergleich zu manuell erstellten Lösungen ließ sich so nicht nur viel Zeit sparen, sondern vor allem ein hohes Maß an Präzision und Maßhaltigkeit gewährleisten.

Persönliche Beratung

Unsere Experten an der technischen Hotline unterstützen Sie gern bei Ihrem Trockenbau-Projekt!

Tel.: +49 2102 / 49 33 66
E-Mail: anwendungstechnik@siniat.com

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