Orangerie Bad Homburg

Kultur

Unsichtbarer Schallschutz für ungestörten Musikgenuss

Orangerie Bad Homburg mit neuem Klangerlebnis

Seit mehr als 100 Jahren ist Bad Homburg vor der Höhe ein Kurort. In seinem Herzen befindet sich einer der größten Kurparks Deutschlands. Im Laufe der Jahre wurde er oft verändert, inklusive zahlreicher An- und Umbauten an den Gebäuden. Das Ensemble um die historische Orangerie erhielt nun im Rahmen einer umfassenden Sanierung wieder seine ursprüngliche Gestaltung. Gleichzeitig sollte im Außenbereich der Orangerie Konzertatmosphäre erlebbar gemacht werden, was zusätzlich eine umfangreiche akustische Sanierung erforderte. Ausgezeichnete Akustik gepaart mit eleganter Optik – so überzeugt die Orangerie nach der Neuerung seine Gäste. Gelungen ist dieser Spagat mit dem Einsatz der Spezialgipsplatte LaHydro Akustik von Siniat.
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Hauptschule Sundern altes Klassenzimmer
Hauptschule Sundern altes Klassenzimmer
Inmitten des malerischen Kurparks Bad Homburg befindet sich die kleine Orangerie, die Kurfürst Wilhelm von Hessen Im Jahr 1844 als Winterquartier für seine Orangenbäume errichten ließ. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Orangerie dann als Wandelhalle für Kurgäste genutzt, in den 1970er Jahren zog das „Café im Kurpark“ in das Gebäude. Zu dem Ensemble im Park gehören neben der Orangerie auch der Elisabethenbrunnen, eine kleine Wandelhalle sowie ein Musikpavillon. In den letzten 170 Jahren hat sich das Ensemble stetig verändert und war zwischenzeitlich recht weit vom Originalzustand entfernt. So hat zum Beispiel das Kurzentrum in den 1970er Jahren Erweiterungen an die Orangerie angebaut. Der Pavillon war in dieser Zeit komplett abgerissen und durch eine Konzertmuschel ersetzt worden.
Im Rahmen umfassender Sanierungsarbeiten
wurde das historische Erscheinungsbild des
Kurparks Bad Homburg wiederhergestellt.
Hauptschule Sundern Flur
Hauptschule Sundern Flur
Auf Initiative der „Stiftung Historischer Kurpark Bad Homburg v. d. Höhe“ entschied man sich 2009, das historische Bild wiederherzustellen. Im Rahmen umfassender Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten nach den Entwürfen der Architekten Vliamos und Partner wurde die Orangerie ab 2011 in ihren Originalzustand versetzt. Auch die anderen Gebäude sowie die Lindenallee, die Hauptsichtachse des Parks, erhielten ihre ursprüngliche Gestaltung zurück. Daher wurde auch die Konzertmuschel abgerissen, um Platz für die Rekonstruktion des Musikpavillons zu schaffen.

Eine Abweichung vom historischen Vorbild enthält der Pavillon allerdings: Im Gegensatz zur früheren Ausrichtung zum Elisabethenbrunnen hin ist er nun auf einer drehbaren Stahlplatte verankert und kann sich so entweder zum Brunnen, zur Parkmitte oder zur Orangerie drehen. Dies eröffnet wesentlich vielfältigere Nutzungsmöglichkeiten. Jetzt können Besucher auch auf dem überdachten Außenbereich der Orangerie die Klänge aus dem Musikpavillon genießen.
Die Säulenhalle der Orangerie erhielt eine akustisch
wirksame Decke mit LaHydro Akustik von Siniat.
Orangerie Bad Homburg
Orangerie Bad Homburg
Konzerte im Außenbereich haben eine ganz besondere Atmosphäre, vor allem in so idyllischer Umgebung wie der des Kurparks. Die Outdoor-Situation stellt Musiker und Veranstalter aber auch vor große Herausforderungen – insbesondere in akustischer Hinsicht. Probleme mit der Klangqualität und der Raumakustik zwangen die Orangerie in Bad Homburg neben der historischen Rekonstruktion auch zur akustischen Modernisierung der Säulenhalle. Die Musik, die im Pavillon gespielt wird, muss einwandfrei verständlich sein und möglichst wenig Nebengeräusche sollen das Konzerterlebnis stören. Zudem war es wichtig, dass die gerade wieder hergestellte Parkgestaltung nicht verändert wird – unschöne Schallschutzwände zwischen Orangerie und Musikpavillon kamen also nicht in Frage. Daher entschied man sich für eine akustisch wirksame Trockenbaudecke aus Lochgipsplatten und Akustikputz.
Von der Orangerie hat man einen guten Blick
zum rekonstruierten Musikpavillon. Dank der
Sanierung ist nun auch die Akustik ideal.
Besonders am Abend verbreitet das 1844 erbaute
Gebäude eine reizvolle Atmosphäre.

Akustische Sanierung im Außenbereich

Die rund 100 m2 große Säulenhalle ist der Orangerie vorgelagert und zu drei Seiten offen als Außenbereich für das Café gestaltet. Außerdem wird dieser Teil der Orangerie als Zuschauerbereich für Konzerte des Musikpavillons genutzt. Eine Überdachung bietet Schutz vor Wind und Regen. Anders als bei einer akustischen Modernisierung im Innenraum war zusätzlich absolute Feuchtebeständigkeit der eingesetzten Produkte gefordert. „Für dieses Projekt haben wir uns für die Spezialplatte LaHydro von Siniat in der Akustik-Variante entschieden. Sie bietet hohe Beständigkeit gegenüber Feuchte und erfüllt gleichzeitig die Schallschutz-Anforderungen. Eine herkömmliche Gipskartonplatte kann das nicht“ so der ausführende Verarbeiter Thomas Kraft von Kraft Akustik Bau aus Ortenberg. Dank einer innovativen Ummantelung mit Glasvlies ist die Platte zuverlässig gegen Feuchtigkeit geschützt und nimmt wesentlich weniger Wasser auf als Gipskartonplatten ohne diese Qualität. Die Spezialplatte weist zudem eine bis zu 70% höhere Stabilität auf und ist besonders robust. Im Vergleich zu Zementplatten lässt sich LaHydro leichter verarbeiten.

Da die Säulenhalle nicht von größeren Abrissoder Umbauarbeiten betroffen war, konnte die Unterkonstruktion der neuen, akustisch wirksamen Decke direkt an die bestehende Decke der Säulenhalle montiert werden. Anschließend erfolgte die Beplankung der Metall-Unterkonstruktion mit den Spezialplatten. Für die Deckenbekleidung des Außenbereichs wurden 1.250 x 2.000 m große LaHydro-Platten verwendet.

Unsichtbarer Schallschutz

Orangerie Bad Homburg
Orangerie Bad Homburg
Bei diesem Projekt kam LaHydro als Akustikplatte zum Einsatz, um neben dem Feuchteschutz auch die gewünschte Klangqualität zu gewährleisten. Die nötige Schallabsorption wird durch die feine Lochung der Gipsplatte erzielt – anders als bei glatten, geschlossenen Oberflächen wird der unerwünschte Hall hier kaum reflektiert, sondern von den vielen kleinen Öffnungen geschluckt.

Die Lochung ist im fertigen Zustand allerdings nicht mehr zu erkennen: Auf die verfugten Platten klebte das Trockenbauunternehmen ein Malervlies als Untergrund für den abschließenden Putz. Der spezielle Akustikputz von Scherff ist so dünn, dass ein Großteil der Schallwellen durch den Putz hindurchgehen und dann von der Lochplatte absorbiert werden kann. Die Decke überzeugt also sowohl mit ihren inneren Werten als auch einer zurückhaltenden, eleganten Optik.
Unter dem feinen Akustikputz verbirgt sich die
schallabsorbierende und feuchtigkeitsbeständige
Lochplatte LaHydro Akustik.

LaHydro und Pallas hydro: ein perfekt eingespieltes Team

Besonders verarbeiterfreundlich ist die einfache Stoß-an-Stoß-Verlegung. Für die Verspachtelung der Fugen konnten die Verarbeiter auf Pallas hydro zurückgreifen, den Spachtel, der exakt auf die Verwendung im System mit LaHydro abgestimmt ist. Dies gewährleistet eine gute Verarbeitung, vermindert die Gefahr der Rissbildung und garantiert optimale Haftung. Die bereits gebrauchsfertig angerührte Spachtelmasse bietet gemeinsam mit der Spezialplatte einen planebenen, dichten Untergrund. Das optimale Füllverhalten mit geringem Schwund und die kurze Trocknungszeit von Pallas hydro stellen zusätzlich ein schnelles, reibungsloses Arbeiten sicher. Das Klangerlebnis der neu gestalteten Orangerie konnte so durch die einfache Handhabung der LaHydro-Platten in kurzer Zeit mit besten Ergebnissen realisiert werden.

Persönliche Beratung

Unsere Experten an der technischen Hotline unterstützen Sie gern bei Ihrem Trockenbau-Projekt!

Tel.: +49 2102 / 49 33 66
E-Mail: anwendungstechnik@siniat.com

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