Messestand Mercedes IAA 2005 Frankfurt

Messe

Dynamischer Drive

IAA 2005: Gipskarton schön & schnell inszeniert

Die Anforderung: außergewöhnliche, facettenreiche Decken- und Wandgestaltung in kürzester Zeit – für kurze Zeit. Die Lösung: Moderner Trockenbau mit Gipsplatten und besonders biegsamen LaCurve-Platten.
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Hauptschule Sundern altes Klassenzimmer
Hauptschule Sundern altes Klassenzimmer
Mit 1.014 Ausstellern aus 44 Ländern und rund 940.000 Besuchern stellte die 61. IAA ihre Topposition unter den Automobilmessen unter Beweis und brannte ein wahres NeuheitenFeuerwerk ab. Ein Highlight war die Premiere der neuen S-Klasse. Mercedes-Benz präsentiert sich seit 1991 in der Frankfurter Festhalle. Deren eindrucksvolles Kuppeldach galt es, in das Standkonzept zu integrieren, die Besucherränge behutsam einzupacken und jedes Mal spektakulär neu zu inszenieren. Der Messeauftritt in dem 1909 erbauten Gebäude erfordert eine ausgeklügelte Konzeption und Planung: Ein minutiös getakteter Terminplan regelt Logistik, Bauarbeiten und das Zusammenspiel von ca. 650 Beteiligten. Unter dem Motto "Voraus denken. Mercedes-Benz." verwandeln sich ca. 10.000 qm Ausstellungsfläche in 56 Tagen in eine faszinierende Erlebniswelt. Im Erdgeschoss präsentierten sich 2005 erstmals die drei Marken Maybach, Smart und Mercedes Benz.

Über eine Rolltreppe durchquert man eine Zwischenebene: „Eine eingeschossige Platte liegt als skulptural bearbeitete Ebene in der Festhalle und unterteilt das große Volumen in zwei Hälften. In der Platte befinden sich nicht öffentliche Bereiche wie Showroom, Restaurant und Lounge. In 16 m Höhe erreicht man die Mercedes-Benz Markenwelt. Von hier aus erschließt sich ein einzigartiger Überblick über den größten IAA-Stand,“ beschreibt Architekt Rainer Lenz von der Architektengemeinschaft Kauffmann Theilig & Partner aus Ostfildern. Die außergewöhnliche Gestaltung symbolisiert Dynamik und Faszination. Abgehängte, mit LEDs bestückte Stoffelemente inszenieren den Raum.

Viel vor Ort gefertigt

Hauptschule Sundern Flur
Hauptschule Sundern Flur
Die Architektur des Standes unterstreicht und dramatisiert die Highlights und Themen. Die Maybach-Präsentation ist Teil des Ganzen, erscheint aber dennoch eigenständig und fällt durch die Deckengestaltung mit ineinander verschneidenden Schrägen ins Auge.

Gefertigt ist die großflächige Konstruktion mit keilförmig ineinandergreifenden und in die Wände übergehenden Segeln aus Gipskartonplatten. Die Messeaktivitäten dürfen den Bestand der Halle nicht berühren. Deshalb hat man zunächst eine Stahlkonstruktion installiert, die das Grundgerüst des Messestandes bildet. Von diesem Gerüst ist die eigentliche Unterkonstruktion der Deckenverkleidung abgehängt. „Am schwierigsten war, die Pläne auf die räumliche Situation zu übertragen und umzusetzen –gerade an dieser Stelle, auf die Schrägen mit integrierten Lichtvouten und Strahlern aus allen Richtungen zulaufen. Ein zusätzlich eingezogenes Geschoss schafft hier einen internen Maybach Bereich“, erläutert Ivo Kupresak vom ausführenden Trockenbauunternehmen TbD Michel eine wesentliche Herausforderung. „Es gab exakte Vorgaben, wie das Stahlgerüst und die Metallunterkonstruktion. Durch die komplexe Geometrie war aber höchste Flexibilität gefragt. Deshalb haben wir sehr viel auf dem Stand entschieden und ausgeführt. Manche Details lassen sich erst vor Ort beurteilen. Gipskarton hat uns den dafür notwendigen Freiraum gegeben. Auf der IAA haben wir mit LaGyp von Siniat gearbeitet“.
Messestand Mercedes IAA 2005 Frankfurt

Besonders biegsame Bekleidung

Messestand Mercedes IAA 2005 Frankfurt
Acht konische, schräg in die Platte eingeschnittene Lichtaugen, die u. a. zur Entrauchung dienen, wandeln sich zur architektonischen Besonderheit. Sie verbinden die Bereiche unter, über und in der großen Platte auf unterschiedliche Art und Weise und setzen wie überdimensionale Scheinwerfer sehenswerte Elemente in Szene.

Der Durchmesser der Lichtaugen variiert zwischen 4 m (unten) und 2,70 m (oben). Bekleidet sind sie mit LaCurve von Siniat. Diese nur 6 mm dünnen Gipsplatten zeichnen sich durch geringes Gewicht und leichte Verarbeitung aus. LaCurve ermöglicht enge Krümmungsradien ab 300 mm, ist also ideal für gebogene Wand- und Deckenflächen. Bei Radien größer 900 mm lässt es sich trocken biegen. Man braucht das Material also weder zu schneiden noch zu fräsen – was die Bekleidung der Lichtaugen deutlich erleichtert bzw. die Arbeitszeit verkürzt hat. Die vorgegebene Unterkonstruktion ist hier aus Holz. Daran ist LaCurve mit exakt abgestimmten, vorgestanzten flexiblen Profilen befestigt.
Vielfältige, individuell konzipierte Trockenbau-
elemente charakterisieren die
Mercedes Benz Präsentation.
Eine Helix stellt die neue S-Klasse in den
Mittelpunkt: Eine spiralförmig gewundene
Konstruktion, verkleidet mit Gipskarton, die
als zylindrische Figur in den Plattenkörper
geschnitten ist. Angestrahlt in unterschiedlichen
Farben dramatisiert die Helix das
Highlight und leitet die Besucher.

Smart spachtelnde Seiltänzer

Messestand Mercedes IAA 2005 Frankfurt
Messestand Mercedes IAA 2005 Frankfurt
Der Lichteinfall von oben und die ebenso intensive wie effektvolle Beleuchtung machte ein sauberes und sorgfältiges Verspachteln der Lichtaugen unabdingbar. Innen sind sie mit Glasfaservlies beklebt und mehrmals übergestrichen. Am Übergang zur Decke sind auf der Innenseite flexible Kunststoffrundungen angespachtelt. Außen wurde mit Glasfaserstreifen gearbeitet. Das größte Lichtauge – mit einem Durchmesser von 5,20m (unten) und 7,00 m (oben) – befindet sich über der Smart Markenpräsentation. An dieser Stelle ließ sich auf Grund des schrägen Verlaufs in die Decke hinein keine Arbeitsbühne und kein Gerüst platzieren. Verschrauben ließen sich die LaCurve-Platten von einer kleinen Hebebühne aus. Zum Verspachteln haben sich die Trockenbau-Monteure mit Sicherheitsgurten und Seilen versehen von der Eisenstange abgeseilt, an der das Lichtauge befestigt ist.

„In vier Wochen haben wir ca. 8.500 qm Decke und 2000 qm Wandfläche effektvoll gestaltet. Mit Gipskarton konnten wir flexibel vor Ort reagieren und Details variieren. Mit vorgefertigten Teilen hätten wir uns im Vorfeld in einem Maß festlegen müssen, dass hier schlicht nicht möglich war. Wir haben daher alles auf dem Stand zurechtgeschnitten – in der Spitze mit 44 Monteuren. Für die galt: Geht nicht gibt´s nicht,“ schließt Ivo Kupresak.
Großes Lichtauge über der Smart Präsentation.

Persönliche Beratung

Unsere Experten an der technischen Hotline unterstützen Sie gern bei Ihrem Trockenbau-Projekt!

Tel.: +49 2102 / 49 33 66
E-Mail: anwendungstechnik@siniat.com

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