Kurhotel Hochsauerland 2010

Hotel und SPA

Feuchte resistente Formteile im Hotel Hochsauerland 2010 Im Widerschein

Im Widerschein der Inseln

Es gibt Formteile für vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten – und Spezialplatten für extrem nasse sowie feuchte Bereiche. Im Hallenbad des Hotels Hochsauerland 2010 findet sich die vorteilhafte Kombination aus beidem: Die „Deckeninseln“ bestehen aus Formteilen, die nicht aus Gipskarton, sondern aus glasvliesummantelten LaHydro Spezialplatten von Siniat bestehen.
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Kurhotel Hochsauerland 2010
Kurhotel Hochsauerland 2010
Das Kurhotel Hochsauerland 2010 mit direktem Blick auf die berühmte Willinger Skisprungschanze war früher eine Kurklinik. Inzwischen ist es ein Hotel mit 284 Betten, das Wert auf Wohlfühlatmosphäre legt. Die ehemaligen „Sport- und Bewegungsstätten“ haben sich schon 2007 zur 600 qm großen Wellness-Oase mit zahlreichen Saunen und Entspannungseinrichtungen gemausert. Jetzt ist auch der Schwimmbadumbau fertig gestellt. Dabei ist das strenge 60er Jahre Raster amorphen Formen nach Feng Shui gewichen. Dem rechteckigen, 10 m x 20 m großen Becken stehen bewusst geschwungene Formen gegenüber. So greift die wellenförmige Begrenzung des abgehängten Deckenteils die Wellenbewegungen des Wassers auf. Die Linienführung entspricht der Schwimmrichtung. Gestaltet hat diese Deckenlandschaft der Künstler Wolfgang Loewe aus Lohfelden bei Kassel. Über dem Becken ist sie so himmelblau, wie man es sich im Hochsauerland manches Mal wünschen würde. Die sieben darin integrierten „Inseln“ vermitteln über ihre weichen, runden Formen Harmonie. Zahlreiche Lichtpunkte erhellen sie und wirken bei Nacht wie Sterne am Himmelszelt. Umlaufende Lichtvouten betonen sie zusätzlich und erinnern an einen umlaufenden Sandstrand. „Bei ruhiger Wasseroberfläche spiegeln sich die Inseln im Wasser und offenbaren sich dort als Lagunen“, beschreibt Wolfgang Loewe. An den ebenfalls von ihm neu gestalteten Wänden schaffen illustrative Wandmalereien mit Palmen und Zypressen eine mediterrane Atmosphäre.

Von der Hand-Zeichnung zum CNC-gefertigten Formteil

Die erste Vorlage für das Deckenkonzept war ein Scribble des Künstlers. Auf dieser Basis hat die Hoteldirektion die Gestaltung abgesegnet. Im nächsten Schritt ging es darum, die Pläne zu verwirklichen. Beim Realisierungskonzept hat Wolfgang Loewe eng mit dem Trockenbauer Karsten Selter aus Söhrewald zusammengearbeitet. Diesen hat sein Baustoffhändler, die Firma Baustoff und Metall in Kaufungen, auf die Möglichkeit Feuchte resistenter Formteile aus LaHydro von Siniat aufmerksam gemacht. „Die Lösung schien uns optimal, weil sie sowohl der Feuchtebeanspruchung, als auch den Gestaltungswünschen entsprach. Eingesetzt hatten wir diese Kombination aus Formteilen und Spezialplatten bislang noch nicht,“ so Karsten Selter.
Kurhotel Hochsauerland 2010
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Im nächsten Schritt hat der Künstler die Skizzen in dreidimensionale dxf-Dateien überführt. Siniat hat sie dann für die CNC-gesteuerte Formteil-Fertigung weiter entwickelt. Allein schon die Formteilfertigung gestaltete sich anspruchsvoll: Michael Schlicher, im Siniat Werk Hartershofen verantwortlich für die Arbeitsvorbereitung erklärt: „Formteile sind vor allem dann eine Herausforderung, wenn sie nicht auf mathematisch definierten Formen, wie Kreisen oder Ellipsen, basieren. Die meisten Elemente lassen sich relativ einfach in die CNC-gesteuerte Fertigung übertragen. Individuelle, künstlerische Vorgaben − wie die nierenförmigen Deckeninseln und den wellenförmigen Rand − in ertigungsgerechte Konstruktionen zu verwandeln, ist jedoch aufwendig. Hierfür mussten wir die Formen nachkonstruieren, um einen stetigen Verlauf der Außenkonturen zu erreichen. Anschließend haben wir maschinenlesbare Daten erstellt, die sich in Passteile umsetzen ließen.“

Neue Gestaltungsmöglichkeiten für extrem nasse Bereiche

Bei diesem Schwimmbad-Projekt bestehen die Spezial-Formteile aus LaHydro – einer glasvliesummantelten Spezial-Gipsplatte. Sie ist eigens für extreme Nässe und Feuchte ausgelegt. Damit hat man in Bereichen mit hoher Feuchtigkeitsbeanspruchung eine Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten.
Kurhotel Hochsauerland 2010 vorher-nachher
Kurhotel Hochsauerland 2010 vorher-nachher
LaHydro ist extrem beständig gegen Schimmelbildung. Die wasserabweisende Platte bildet praktisch einen Schutz-Schirm gegen Feuchte und Nässe. Ihre Kern- und Oberflächenimprägnierung gewährleistet maximale Sicherheit gegen Durchfeuchtung. Durch das geringe Schwind- und Quellmaß gibt es nur minimale feuchtigkeitsbedingte Verformungen.
Die Oberflächenhärte ist wiederum bis zu 70 % höher als bei Standard-Gipsplatten. Die Fugen lassen sich dank der abgeflachten Kanten leicht verspachteln.
Die gebrauchsfertige und feuchtebeständige Spachtelmasse Pallas hydro ist ideal auf die Platten abgestimmt. Sie überzeugt durch gute Haftung, hohe Fugenfestigkeit und optimales Füllverhalten.
Kurhotel Hochsauerland 2010

„LaHydro ist so einfach zu verarbeiten wie Gipskarton“

Kurhotel Hochsauerland 2010
Die neue Deckenlandschaft ist unter einer vorhandenen Betonträgerdecke angebracht. Ihre Zwischenträger sollten bewusst nicht mit verkleidet werden. Sonst wäre die Deckenhöhe zu niedrig geworden. Sie sind deshalb soweit wie möglich in die Konstruktion integriert und treten durch die künstlerische Gestaltung in den Hintergrund. Die obere, geschlossene Decke besteht komplett aus LaHydro-Gipsplatten. Die abgehängten, welligen Randbereiche und die Inseln sind dagegen mit Formteilen aus LaHydro realisiert.
Für eine Insel kamen – je nach Größe – bis zu acht Formteile zum Einsatz. „Bei der Unterkonstruktion mussten wir darauf achten, ausschließlich korrosionsbeständige Teile zu verwenden, schließlich handelt es sich ja um ein Hallenbad“, erläutert Karsten Selter. „Die Montage ändert sich dadurch nicht. Für die Bekleidung haben wir bislang zementgebundene Platten verwendet. LaHydro ist im Verhältnis etwas leichter und damit auch leichter zu handhaben“. Verarbeiten lassen sich die Spezialplatten genauso einfach und sauber wie herkömmliche Gipsplatten. Die Abmessungen sind exakt auf den Trockenbau abgestimmt. Spezialwerkzeuge sind nicht erforderlich: ein normales Messer zum Anritzen genügt.

Nach acht Werktagen mit vier Monteuren war die Arbeit getan. Die Erfahrung der Firma Selter: „Die Teile kosten zwar etwas mehr als einfache Platten, das hat man aber durch die Zeitersparnis bei der Montage schnell wieder raus. Verarbeitung und Passgenauigkeit waren super. Die Elemente waren durchnummeriert wie bei einem Puzzle. Zum Schluss haben das erste und das letzte Teil genau zueinander gepasst. Uns hat die Kombination aus Spezialplatten und Formteilen absolut überzeugt“.
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