BadeWerk Neuharlingersiel

Freizeit und Restaurants

Umbau/Erweiterung BadeWerk

Fünf Sterne für feuchteresistente & Formschöne Elemente

Für Feuchträume gibt es inzwischen eine Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten – von Lochdecken bis hin zu individuell konzipierten Formteilen. Das ermöglicht eine durchgehende Gestaltung mit identischen Komponenten – mal in feuchteresistenter, mal in klassischer Ausführung. Ein gelungenes Beispiel dafür ist die typisch ostfriesisch geprägte Wellness- und Spa-Landschaft im BadeWerk, Neuharlingersiel.
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Fünf „Medical Wellness Stars“

Hauptschule Sundern altes Klassenzimmer
Hauptschule Sundern altes Klassenzimmer
Im BadeWerk, im idyllischen Neuharlingersiel an der ostfriesischen Nordseeküste, lässt sich Wellness und Fitness fern von jeder Hektik und im Einklang mit der Natur genießen.

Hervorgegangen ist die neue, hochwertige Einrichtung aus der größtenteils nicht mehr genutzten Kurmittelabteilung des Kurhauses Neuharlingersiel. Für die umfassende Sanierung wurde der Bereich fünf Monate geschlossen. Zunächst galt es, insgesamt 2.500 qm Gebäudebestand in vier Gebäuden vollständig zu entkernen und das statische System anzupassen. Bei der Innenausstattung hat der Kurverein viel Wert auf die Verwendung natürlicher Materialien wie Gips, Holz und Stein gelegt. Lokale Gegebenheiten haben den authentischen Baustil inspiriert: In den Materialien und Formen spiegelt sich der ortstypische Charakter des Fischerdorfs wider. Insgesamt hat der Kurverein Neuharlingersiel 7,4 Mio. € investiert. Die Wiedereröffnung erster Teilbereiche erfolgte im Frühsommer 2011. Inzwischen hat das BadeWerk – als erster Anbieter in Niedersachsen – die höchste mögliche Auszeichnung von fünf „Medical Wellness Stars“ erhalten.

Durchgehende Decken-Gestaltung

Hauptschule Sundern Flur
Hauptschule Sundern Flur
Bei der Raumakustik bestand erheblicher Optimierungsbedarf. Die Kommunikationsqualität sollte nachhaltig verbessert werden – sowohl in den kommunikativen Bereichen (wie der Beratungszone am Empfang) als auch in den geräuschintensiven Zonen. Für die akustischen Berechnungen hat das Architekturbüro Thalen Consult eigens einen Raumakustiker hinzugezogen. Eine Akustik-Design Lochdecken-Konstruktion schafft jetzt ein ruhiges Ambiente. Die Lochplatten gibt es sowohl in klassischer Ausführung als gelochte Gipsplatte (LaCoustic) als auch als feuchteresistente Spezialplatte (LaHydro).

Das ermöglicht eine einheitliche und optisch konsequente Deckengestaltung. Bei beiden Ausführungen gewährleistet ein akustisch wirksames Rieselschutzvlies auf der Rückseite die Funktionalität. Die eingesetzte Rundlochung ist eine optisch konsequente Fortführung der geschwungenen Formensprache mit Bezug zum Schiffsbau. Bei der Ausführung war besondere Genauigkeit gefragt: Viele Räume sind nicht symmetrisch. Dazu gibt es zahlreiche Umkleidungen für Rohrleitungen (Lüftung, Klima, Schlammleitungen für Bäder). Sogfältiges und millimetergenaues Zuschneiden war also die Voraussetzung für ein durchgehendes Lochmuster.
BadeWerk Neuharlingersiel

Formteile für Feuchträume

BadeWerk Neuharlingersiel
Formteile für gestalterischen Freiraum und Spezialplatten für extrem nasse Bereiche? Längst ist eine Kombination aus beidem möglich: Die rundgezogenen Lichtvouten an der Decke bestehen aus Formteilen – diese sind allerdings nicht aus Gipskarton, sondern aus glasvliesummantelten LaHydro Spezial-Gipsplatten von Siniat. Diese sind genauso individuell und millimetergenau vorgefertigt, wie die Lichtvouten aus klassischen Formteilen am Empfang oder in den Ruheräumen. So ist auch in dieser Beziehung eine konsequente Gestaltungsline gegeben.

Die halbrunden Raumteiler und die Säulenverkleidungen in den Umkleidezonen sind ebenfalls aus glasvliesummantelten Formteilen: „Biegungen sind damit problemlos machbar. Selbst bei einem extrem engen Radius wie bei den Säulenverkleidungen, die die statisch notwendigen Stahlkonstruktionen elegant verschwinden lassen“, erläutert Werner Huber, Leiter Anwednungstechnik und Entwicklung der Siniat GmbH. Die Oberflächengestaltung mit meergrünem Mosaik greift den maritimen Charakter auf.

Die Spezialplatten gewährleisten, dass die formschönen Elemente auch für lange Zeit attraktiv bleiben: LaHydro ist speziell für extreme Nässe und Feuchte konzipiert und außerordentlich beständig gegen Schimmelbildung. Dafür sorgt eine Kernimprägnierung – verbunden mit einer feuchteunempfindlichen, weil glasvliesummantelten Oberfläche. Diese bildet praktisch einen Schutzschirm gegen Feuchte und Nässe, um so maximale Sicherheit gegen Durchfeuchtung zu garantieren. Die Oberflächenhärte übersteigt die von Standard-Gipsplatten um bis zu 70 %. Darüber hinaus gewährleistet das geringe Schwind- und Quellmaß, dass nur minimale feuchtigkeitsbedingte Verformungen entstehen können.

Montage: „so einfach zu verarbeiten, wie Gipskarton“

BadeWerk Neuharlingersiel
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„Bei den Unterkonstruktionen mussten wir in den Feuchträumen darauf achten, ausschließlich korrosionsbeständige Teile zu verwenden – einschließlich der Abhänger“, erläutert Trockenbauer Stephan Lünswilken. „An der Montage selbst ändert sich nichts. Das gilt sowohl für die Decke als auch für die Formteile. Das Material lässt sich genauso einfach und sauber verarbeiten, wie Gipskarton“, beschreibt Lünswilken. Die Abmessungen sind exakt auf den Trockenbau abgestimmt. Spezialwerkzeuge sind nicht erforderlich. Ein normales Messer zum Anritzen genügt. Zum Verspachteln ist die gebrauchsfertige und feuchtebeständige Spachtelmasse Pallas hydro optimal, da sie eigens auf die Spezialplatten ausgerichtet ist.

Zeitfaktor Vorfertigung

BadeWerk Neuharlingersiel
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Um die Ausfallzeiten des Betriebs zu minimieren, stand für den Umbau nur ein enges Zeitfenster zur Verfügung: Neun Monate vom Beginn der Abbrucharbeiten bis zur Inbetriebnahme. „Wir haben die industrielle Vorfertigung konsequent einbezogen, um Zeit vor Ort zu sparen. Aufbau- und Detailpläne mussten dazu frühzeitig vorliegen. Besonders wichtig war zudem die detaillierte Abstimmung zwischen Architekt, Formteilproduzent und ausführendem Unternehmen“, erklärt Jens Schulz von Thalen Colsult.

Auch die Mitarbeiter der anwendungstechnischen Beratung in der Zentrale des Herstellers in Oberursel hat geholfen, Fehler zu vermeiden bzw. Zeit zu sparen: „Beispielsweise bei der Höhe der Unterkonstruktion für die Lichtvouten hat uns Siniat gut beraten. Gewicht und Positionierung der Leuchtmittel beeinflussen diese erheblich. Da passiert es schnell, dass Leuchtmittel hinterher sichtbar sind. Das konnten wir uns so ersparen“, erläutert Lünswilken.
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Fazit

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Im Hinblick auf die gewünschte Zertifizierung galt es bei der Innenraumgestaltung, hohen Ansprüchen zu genügen: „LaHydro war für dieses Projekt wunderbar geeignet. Es gibt kein vergleichbares Material für Feuchträume, dass sich so gut verarbeiten lässt – gerade unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Natürlich war es von Vorteil, dass Platten, Formteile und Akustikdecken aus einer Hand und aufeinander abgestimmt waren. Hat alles wunderbar geklappt“, meint das ausführende Unternehmen.

Persönliche Beratung

Unsere Experten an der technischen Hotline unterstützen Sie gern bei Ihrem Trockenbau-Projekt!

Tel.: +49 2102 / 49 33 66
E-Mail: anwendungstechnik@siniat.com

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