Centererweiterung Altmarkt Galerie Dresden

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LaArt – die Kunst dreidimensionaler und individueller Formen

Die hohe Kunst des Trockenbaus: Dreidimensionale Bekleidungen, gebogene Brüstungen mit sich anschließenden Lichtvouten, vorgefertigte Anschluss- und Eckstücke: Mit Formteilen aus LaArt lassen sich maximale Qualitätsstandards, außergewöhnliche Optik und hohe Wirtschaftlichkeit in Einklang bringen.
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Hauptschule Sundern altes Klassenzimmer
Hauptschule Sundern altes Klassenzimmer
Der Altmarkt ist das historische Zentrum der sächsischen Landeshauptstadt. An diesem traditionellen Handelsplatz entstand 2002 mit der Altmarkt-Galerie ein stark frequentiertes Einkaufszentrum. Im Frühjahr 2011 wurde die Einkaufspassage um weitere 18.000 qm vergrößert: Entstanden sind 100 zusätzliche Fachgeschäfte, Cafés, Restaurants und Dienstleistungsbetriebe. Die Erweiterung umfasst zudem Büroflächen und ein Hotel. Das Investitionsvolumen betrug rund 165 Millionen Euro. Insgesamt verfügt die Altmarkt-Galerie jetzt über gut 200 Shops auf etwa 44.000 qm Verkaufsfläche.

Der Erweiterungsbau setzt mit seiner hellen Natursteinfassade einen klaren architektonischen Akzent. Die mehrfach gegliederte Fassade öffnet sich zur historischen Altstadt hin. Maßgebend für ihre Gestaltung war die Struktur der Umgebungsbauten aus den 1950er Jahren. Vier neue Eingänge vernetzen das Shopping Center jetzt noch besser mit der Dresdner Innenstadt – denn durch das Gebäude ist eine Nord-Süd bzw. West-Ost Verbindungsachse entstanden.

Eine zentrale Anforderung war, dass die bisherige Altmarkt-Galerie und die Centererweiterung eine optische Einheit bilden – insbesondere im Innenraum. Dieser präsentiert sich auch im neuen Teil elegant und einladend: Eine dreigeschossige Ladenstraße erschließt die drei Verkaufsebenen im Basement, Erdgeschoss und ersten Obergeschoss. In der hell und freundlich gestalteten Mall dominieren edle Materialien – heller Naturstein, kombiniert mit dunklem Holz und Edelstahl. Alle Etagen sind über Fahrtreppen und Aufzugsanlagen bequem erreichbar. Die architektonischen Mittelpunkte bilden zwei Rotunden mit ca. 18 m Durchmesser. Diese Rotunden mit integrierten Rolltreppen erstrecken sich zylindrisch über alle drei Ebenen. Die Oberflächenstruktur ihrer Brüstungsbalkone entspricht nahezu der des ersten Bauabschnitts.

Dreidimensionale und gebogene Brüstungsbalkone

Hauptschule Sundern Flur
Hauptschule Sundern Flur
Rotunden: Für den Innenausbau war der kreisförmige Grundriss der Rotunden eine besondere Herausforderung: Die Brüstungsbekleidung musste auf der x-Achse den Radius der Rotunde aufnehmen. Zusätzlich sollte sie über die y-Achse gebogen sein. Dafür sind LaArt Elemente von Siniat prädestiniert. Das Herstellungsverfahren ermöglicht eine dreidimensionale Formgebung: In einer individuell erstellten Negativform werden die Elemente aus gipsdurchtränkten Glasfasern gefertigt. Bei dieser Laminiertechnik gibt es keine Beschränkungen in Form und Größe: Runde oder elliptische Grundrisse lassen sich mit jedem beliebigen Durchmesser herstellen. “Die kreisförmigen Rotunden haben wir zunächst in Teilsegmente eingeteilt und dafür eine Negativform angefertigt. In einer Art „Serienfertigung“ konnten wir dann die identische Einzelteile sehr rationell produzieren“ erläutert Michéle Ost von Siniat. Das Flächengewicht der Teile ist mit ca. 7-10 kg/m² außergewöhnlich niedrig. Das erlaubt, sehr große Segmente herzustellen: Hier waren die Teile maximal 130 cm breit und 120 cm hoch, um ein optimales Handling zu gewährleisten. Sogar die verarbeitungsintensiven Anschlussstücke sind werkseitig aus LaArt vorgefertigt. Diese finden sich an den Rolltreppen und an den runden Betonsäulen. Hier sind die Zeitersparnis und der Qualitätsgewinn besonders hoch. Schon auf Grund der dreidimensionalen Struktur wäre es nicht nur mühsam sondern schlicht unmöglich, diese Teile vor Ort zuzuschneiden.

Lichthöfe: Ein attraktiver Blickfang der Malls sind fünf Lichthöfe in unterschiedlichen Größen. Auf zwei Ebenen befinden sich Brüstungsbalkone: Diese haben einen Umfang von ca. 30 bis 46 Metern. Die Mall-Schürzen bestehen ebenfalls aus LaArt. Zwar sind die Elemente auf der waagerechten Achse gerade, die senkrechte Achse ist jedoch gebogen – denn die Elemente sollten im Schnitt - bzw. optisch - der Rotunden-Bekleidung entsprechen.

Während man Eckstücke in der Regel aufwendig auf der Baustelle zurechtschneidet, handelt es sich hier um vorproduzierte Elemente: Ein rechter Winkel besteht aus je zwei werkseitig vorgefertigten LaArt Teilen mit exaktem 45° Gehrungsschnitt.

Exaktes Einmessen entscheidend für passgenaue Montage

Hauptschule Sundern Sanierung
Hauptschule Sundern Sanierung
Für das Innenausbauunternehmen Mänz & Hengst Ausbau GmbH war nicht die Montage die eigentliche Herausforderung, sondern die Vorarbeit. März & Hengst und Siniat hatten bereits beim ersten Bauabschnitt eng zusammengearbeitet und Kompetenz bewiesen.

Konzeption & Unterkonstruktion: Die Konzeption der Komponenten erfolgte in enger Abstimmung zwischen Innenausbauer und Hersteller: „Wir haben uns ausführlich ausgetauscht, wer was macht und wo Vorfertigung sinnvoll ist“, erklärt Michéle Ost, „insbesondere bei den komplexen Passagen haben wir uns für vorproduzierte Elemente entschieden.“ Unter den Brüstungsbalkonen der Rotunden und Lichthöfe befinden sich Lichtvouten. Die dazwischenliegende, hohe Auskragung besteht aus einem einzigen – passgenau über einen Stufenfalz – vorgefertigten Formteil aus Gipskarton. Daran schließt sich ein weiteres Formteil mit integrierter Aussparung für die Lichtvoute an.

Bei der Unterkonstruktion war eine Verarbeiter-freundliche Gestaltung mit möglichst wenig Abhängepunkten das Ziel. Machbar ist dies auf Grund des geringen Gewichts von LaArt. Die Abhängung erfolgt über Nonius-Abhänger: Dazu wird das Nonius-Oberteil am Betonbestand verankert. Das Nonius-Unterteil befestigt man rückseitig am Element, an einer werkseitig einlaminierte T-Schiene. Anschließend werden beide Teile justiert und mit zwei Sicherungsstiften fixiert.
Einmessen & Montage: Vermessungs- und Bezugspunkte auf Baustellen zu bestimmen, erfordert hohe Kompetenz: „Grundlage waren die CAD-Dateien des Generalunternehmers. Auch der Stahlbau und der Bodenbelag dienten zur Orientierung. Bei den Rotunden kannten wir den Radius, haben mit dem Innenradius begonnen und anschließend die Achspunkte bestimmt. Am kompliziertesten sind Ellipsen, wie beim elliptischen Glasdach“ erläutert Techniker Volker Berger von März & Hengst.
Altmarkt-Galerie Dresden Außenansicht
Altmarkt-Galerie Dresden Außenansicht
Während man bei der Rotunden-Montage üblicherweise mit Viertelkreispunkten beginnt und anschließend die Lücken ausfüllt, machten hier die Elemente an den Betonsäulen den Anfang. In den Lichthöfen bildeten die Ecken die Fixpunkte: „Wir haben erst die 8 Eckelemente montiert und anschließend die – in Segmente unterteilte - kurze bzw. lange Gerade angearbeitet.“ Entscheidend ist, dass gleichmäßige Fugen entstehen: Aus 2 mm Versatz wird bei dieser Größenordnung schnell eine Differenz von 2 cm. Elemente und Montage überzeugten jedoch durch Passgenauigkeit: „Alles hat gepasst“, so Verarbeiter und Hersteller übereinstimmend.
Verspachteln: Die hochwertigen Oberflächen der Formteile erforderten kaum Spachtelarbeiten an den Stößen und Befestigungspunkten. Die Formstabilität von LaArt machte Dehnungsfugen unnötig. So ließen sich Streiflichter und Schlagschatten konsequent vermeiden – trotz schräg einfallendem Tageslicht, zahlreichen Strahlern und Lichtwerbung. Entstanden ist eine perfekte, glatt gespachtelte Oberfläche, die bei diesen Geometrien und der kurzen Bauzeit auch nur mit Formteilen machbar war.

Persönliche Beratung

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Tel.: +49 2102 / 49 33 66
E-Mail: anwendungstechnik@siniat.com

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