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Gipskartonplatten - genial vielseitig

Gips in Plattenform hat das Bauen revolutioniert. Seit die Gipskartonplatte 1894 in den USA  zum Patent angemeldet wurde, hat sie nach und nach die Baustellen erobert und die Trockenbauweise zur Blüte gebracht. Was als genial schlichtes Material für den Innenausbau in den 1930ern nach Europa kam, wurde stetig von den Herstellern weiterentwickelt. Heute sind Gipskartonplatten ein High-Tech-Baumaterial mit unendlich vielen Einsatzmöglichkeiten. Eine Konstante ist geblieben und allen modernen Platten-Arten gemeinsam: die einfache Handhabung und schnelle Montage in Trockenbau-Konstruktionen.

Die Hartgipsplatte LaPlura 

 

Gipskarton - vielseitiger Rohstoff, moderner Baustoff

Gips ist ein Baustoff mit Geschichte. Vor ca. 200 Millionen Jahren hat die Natur hier ganze Arbeit geleistet: Als vom Flachmeer über Europa die warmen, seichteren Bereichen nach und nach verdunsteten, lagerten sich Calciumsulfat-Kristalle ab. Sie formten die heutigen Gipslagerstätten. Manche unserer Vorfahren fanden den Baustoff Gips schon vor Jahrtausenden nützlich als Mörtel und Bindemittel. Meisterhafte Kunstwerke sind die Stuckarbeiten des 17. Jahrhunderts. Aus dem modernen Bauen heute ist Gips – nicht zuletzt durch die wachsende Beliebtheit der Trockenbauweise – nicht mehr wegzudenken. Kein Wunder: Als Baumaterial punktet er mit vielen hervorragenden Eigenschaften.

Die Eigenschaften von Gipskarton

Vielseitigkeit

Variantenreiche Trockenbauplatten

Gips kann als Werkstoff in Form von Platten variantenreich aufbereitet werden: Rasch lassen sich mit Trockenbauplatten Wände, Decken, Böden oder Bekleidungen schaffen, auch gebogene Bauteile sind möglich.

Variantenreiche Spachtel

Doch nicht nur für Platten, auch als Spachtel, Putz oder selbstnivellierender Fließestrich eignet er sich ideal. Dank Trockenbauweise können Trennwände einfach umgebaut oder entfernt werden.

Beste Wohngesundheit

Wohngesundheit

Im Rahmen der Berücksichtigungsgrenzen setzt Gips keine gesundheitsschädlichen Stoffe wie Weichmacher oder Aldehyde frei.

Gesunde Raumluft

Gipskartonplatten und Gipsputze stehen also für wohngesunde Innenräume, da sie die Raumluft nicht durch unerwünschte Schadstoffe belasten.

Integrierter Brandschutz

Brandschutz

Gips gehört als nicht brennbarer Baustoff nach DIN 4102 in die höchste Brandschutzklasse A1. Darüber hinaus verhindert er die Ausbreitung des Feuers zusätzlich:

Wie funktioniert's?

Das im Gips gebundene Wasser, das ca. ein Fünftel der Gesamtmasse ausmacht, verdunstet und hemmt dadurch die Flammen.

Ressourcenschonendes Recycling

Recycling

Der mineralische Rohstoff Gips ist faktisch unbegrenzt recyclingfähig.

Aus alt mach neu

So kann aus bereits verwendeten Gipsplatten wieder neuer Rohgips gewonnen und in den Rohstoffkreislauf zurückgeführt werden – optimal für nachhaltiges Bauen.

Angenehmes Wohnklima

Wohlfühl-Raumklima

Gipsplatten sorgen für Wohlfühl-Raumklima. Denn Trockenbauplatten werden haptisch als warm und damit als heimelig empfunden, sie sind geruchsneutral und hautfreundlich.

Reguliert Luftfeuchtigkeit

Zusätzlich regulieren sie die Luftfeuchtigkeit im Raum: Liegt diese zu hoch, nimmt der Gips die Feuchtigkeit auf, in trockenen Phasen kann er sie wieder an die Raumluft abgeben.

Energie sparen

Dreifach Energie sparen

In dreifacher Weise unterstützt Gips das Energiesparen beim Bauen und Wohnen: Gipsbaustoffe wie Gipskarton-Platten werden energiesparend hergestellt dank Wärmerückgewinnung und geringer Brenntemperaturen.

Schadstofffreiheit

Ihre Schadstofffreiheit und geringe Wärmeleitfähigkeit machen Platten und andere Baustoffe aus Gips zum idealen Material für Gebäude mit sehr dicht geschlossener Hülle und energieeffizienter Heiztechnik. Bei Gipskarton-Verbundplatten ist ein zusätzlicher Wärmedämmstoff sogar schon integriert, so sparen Sie Zeit bei der Montage.

Vom Gips zur Gipskartonplatte

Die Bezeichnung „Gipskartonplatte“ wurde zwar inzwischen vom Begriff „Gipsplatte“ abgelöst, ist aber nach wie vor in Gebrauch. Denn sie spiegelt nicht zuletzt die beiden Komponenten wider, die Gipskarton-Hersteller für die Fertigung benötigen: Rohgips (alternativ auch REA-Gips) für den Kern und Kartonmaterial für die Außenhülle.

Im Werk der Hersteller wird der Gipsbrei aus Calcium-Halbhydrat und Zuschlagstoffen auf Bandstraßen zwischen zwei Kartonstreifen zu Endlos-Platten gepresst. Bevor der Gipskarton in den Trockenofen kommt, wird er in einzelne Platten geschnitten.

Siniat steht als Gipskartonplatten-Hersteller für höchste Qualität. Moderne Produktionsverfahren, computergesteuerte Kontrollgeräte und permanente Produktüberwachung garantieren hochwertigste Gipsplatten-Produkte. Genaues darüber, wie der Gips bei Siniat zur Trockenbauplatte wird, erfahren Sie auf unserer Infoseite zur Produktion

Kantenformen von Gipsplatten

Den unterschiedlichen Anwendungsarten entsprechend werden die Längskanten von Gipsplatten in unterschiedlichen Formen gefertigt. Die Kantenform entscheidet darüber, ob beim Verspachteln der Längsfugen zwischen den Gipskartonplatten mit oder ohne Bewehrungsstreifen gearbeitet wird. Je nach Kante sind auch unterschiedliche Arten von Spachtelmasse geeignet.

Spezielle Oberflächen für spezielle Einsatzgebiete

Vliesarmierung

Festigkeit und Stabilität

Gipsplatten mit Vlisarmierung (GM) sind statt mit Karton mit einem besonderen Gewebe aus organischen oder anorganischen Fasern ummantelt. Es verleiht den Platten die erforderliche Festigkeit und ermöglicht weitere spezielle Eigenschaften. Nicht selten enthält der Gipskern hier auch stabilisierende Fasern.

Erfüllt hohe Anforderungen

Je nach Ausführung kann eine Platte mit Vliesarmierung deutlich höhere Anforderungen im Nässeschutz, Brandschutz, Schallschutz oder Wärmeschutz erfüllen als Standard-GKB- oder GK-Platten. Im Siniat Sortiment finden Sie die Spezialplatten LaHydro, LaHyrdo Akustik und LaPrima, ummantelt jeweils mit einem speziellen Glasvlies, das besonderen Brandschutz bzw. Nässeschutz bietet.

Kaschierung

Zeitersparnis

Für eine große Zeitersparnis bei der Montage sorgen Gipskartonplatten, bei denen eine zusätzliche Materialschicht zur Erfüllung spezieller Anforderungen bereits aufkaschiert ist.

Strahlenschutz

Dies kann beispielsweise ein Stahlblech sein (wie bei LaWall), das für Brand- und Sicherheitswände zum Einsatz kommt. Oder eine Bleischicht (wie bei LaProtect) sorgt für Strahlenschutz beispielsweise in Röntgenräumen.

Porenfreie Oberflächen

Oberflächenqualität

Damit die hohe Oberflächenqualitäten Q3 und Q4 noch schneller erreicht werden können, werden auch Gipsplatten mit bereits porenfrei grundierter Oberfläche angeboten.

Q3-Gipsplatte

Siniat hat hier die Q3-Gipsplatte LaDeko als GKF- oder GKB-Platte im Sortiment.

Normen und Gipsplatten-Typen

Bei der Klassifizierung von Gipsplatten-Typen müssen zwei Normen Beachtung finden. Die Europäische Produktnorm DIN EN 520 wurde 2007 eingeführt, um die Gipsplatten-Produkte europaweit zu harmonisieren. Daneben besteht die DIN 18180 als nationale Anwendungsnorm für Gipskartonplatten. Als Restnorm DIN 18180 schließt sie weiterhin die Lücken zwischen den Anforderungen der EN 520 und dem Standard der heutigen DIN 18180.

Heute sind in der Regel beide Normen in den jeweiligen Produktbeschreibungen bei den Gipskartonplatten aller deutschen Hersteller wiederzufinden. Nach wie vor sind in Deutschland herstellerübergreifend bestimmte Gipsplatten-Typen aus DIN 18180 durch einen farbigen Karton gekennzeichnet und dadurch schnell zu identifizieren: GKB-Platten in Blau, GKF-Platten in Rot, GKBi- und GKFi-Platten in Grün.

DIN EN 520
DIN 18180
 Gipsplatte Typ A
Gipskarton-Bauplatte GKB
Gipsplatte Typ H (1/2/3)
mit reduzierter Wasseraufnahme-
fähigkeit, in Deutschland H2
Gipskarton-Bauplatte
imprägniert GKBI
Gipskarton-Feuerschutzplatte
imprägniert GKFI
Gipsplatte Typ F
mit verbessertem Gefügezusammenhalt
des Kerns bei hohen Temperaturen
Gipskarton-Feuer-
schutzplatte GKF
Gipsplatte Typ D
mit definierter Dichte
Gipsplatte Typ R
mit erhöhter Festigkeit
In etwa Entsprechung mit "Hartgipsplatten"
(Diamant, Duraline, LaDura)
incl. Typ F, D (H)
Gipsplatte Typ 1
mit erhöhter Oberflächenhärte
Putzträgerplatte, Typ P
Gipskarton-Putzträgerplatte GKP
Gipsplatte für Beplankung Typ E
(reduzierte Wasseraufnahmefähigkeit,
minimierte Wasserdampfdurchlässigkeit)
Keine nationale Entsprechung

Quelle: http://www.vht-darmstadt.de/download/fachartikel/Neue-Normen-fuer-den-Trockenbau_71-74.pdf, Seite 4

Siniat Gipskartonplatten

In der großen Auswahl von Siniat finden Planer und Architekten, Trockenbauer und Fachhändler die passenden Gipsplatten-Produkte für ihr Bauvorhaben. Für alle Anforderungen bietet Siniat eine hochwertige Lösung – auch im System für Wand, Decke und Boden oder als komplettes Raumsystem.

Siniat Gipsplatten
Kurzbeschreibung nach
   DIN EN520
 DIN 18180
 LaGyp
 A  GKB
   H2 GKBI
 LaFlamm  DF GKF
   DFH2 GKFI
 LaMassiv  DF GKF
   DFH2  GKFI
 LaLegra  A GKB
   H2 GKBI
 LaSound  D GKB
   DF GKF
   DFH2 GKFI
 LaShop  A GKB
  H2 GKBI
  DF GKF
  DFH2 GKFI
 LaDeko A GKB
  DF GKF
 LaCurve D
(GKB)
 LaPlura Classic
DEFH1IR
GKFI
 LaPlura Deko
DEFH1IR GKFI
 LaPlura Ausbauplatte
DFH1R
GKFI
 LaPlura Bodenplatte
DFH1R GKFI

Unser Trockenbau-Wissen für Sie

Broschüre Trockenbaupraxis

Unser geballtes Wissen zum Thema Trockenbau, Ausführungshinweise und detaillierte Informationen zu den Siniat Gipsplatten-Produkten haben wir für Sie in der ausführlichen Broschüre Trockenbaupraxis zusammengestellt.

Siniat Trockenbaupraxis
Telefonischer Support
Siniat Technische Hotline

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Tel.: +49 6171 / 61 33 33
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