Playmobil Funpark

Zirndorf
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Bautafel

  • Bauvorhaben: Freizeit & Restauraunt
  • Bauherr: geobra Brandstätter GmbH, Zirndorf
  • Architekt: Dipl. Ing. Jörg Spengler, Nürnberg; Dipl. Ing. Ruxandra Twardowsky
  • Trockenbau: Lindner AG, Arnstorf; Horst Grischek

Aktiv sein inmitten überdimensionaler Playmobil-Spielwelten lautet die Devise im 90.000 qm großen Playmobil-FunPark im fränkischen Zirndorf. Damit dieses ungewöhnliche Spielparadies ganzjährig und witterungsunabhängig genutzt werden kann, gibt es das 5.000 qm große, spektakuläre Erlebnishaus HOB-Center. Hier können Kinder in riesigen Playmobil-Kulissen spielen, Geburtstage feiern und Veranstaltungen erleben. Eindrucksvoll sind die Gebäudemaße: ca. 13.000 qm Geschossfläche, ca. 90 m Maximalbreite, ca. 68 m Tiefe und 26 m Höhe. Rund sechsmal würde das Brandenburger Tor in dem futuristisch anmutenden Gebäude Platz finden. Die Anlage gliedert sich fächerförmig nach Westen. Diese Öffnung zum FunPark-Außenbereich war ein wesentliches Gestaltungskriterium: Es sollte kein „klassisches" Gebäude neben dem Park entstehen, sondern eine "Hülle" mit ganz viel Tageslicht und möglichst fließendem Übergang. Verbindende Elemente bilden der integrierte, überdachte Klettergarten und der angrenzende Wirtsgarten.

Ausbauphase

Im komplett verglasten HOB-Center hat der Trockenbau besondere Bedeutung für die Akustik. Es galt, alle nicht aus Glas bestehenden Flächen zu nutzen, um Schallabsorption und Nachhallzeiten zu verringern. Die Decken stellten die Architekten vor den Spagat zwischen akustischen und funktionalen Anforderungen auf der einen und dem Wunsch nach ansprechender Gestaltung auf der anderen Seite. Sie allein boten genügend Raum, um alle Heizungs-, Klima- und Lüftungskomponenten aufzunehmen. Die Klimatisierung bzw. Heizung erfolgt über eine Betonkerntemperierung: Mittig in die Decken integrierte Rohre sorgen für eine konstante Raumtemperatur von etwa 22°. Dadurch sind die Decken relativ stark ausgeprägt. Mit Hilfe von Formteilen aus Gipskarton ließen sich alle Anforderungen erfüllen: Optisch nehmen die abgestuften Elemente den Druck raus. Dadurch wirken gerade die Stirnseiten weniger massiv.

Die größte Herausforderung bei der Realisierung lag in der exakten Planung und Platzierung der Trockenbau-Elemente.

Die Kreise, Bögen und Wellen befinden sich teilweise frei im Raum und haben auch Radien, die sich optisch kaum wahrnehmen und kaum einmessen lassen.

„Wichtig war, exakte Montagehinweise zu geben. Die Einzelteile haben wir besonders sorgfältig gekennzeichnet und nummeriert, damit sie später exakt zusammenpassen. Auf Grund der engen Termine sind die Elemente so weit wie möglich vorgefertigt. Beispielsweise bei den Leuchtbändern haben wir die Nuten gleich mit eingefräst".

Matthias Lange, VertriebSiniat GmbH

Ergebnisse

Wirkung

„Formteile haben uns hier gewaltig unterstützt. Sie haben uns die Möglichkeit gegeben, unsere Gestaltungsideen mit fließenden freien Formen umzusetzen und zu verwirklichen. Mit ihrer Hilfe sind die Dimensionen der Decken verschwunden - die ganz wichtig waren, um Technikinstallationen aufzunehmen und die Akustik zu verbessern. Der Spagat zwischen Form und Funktion ist gelungen"

Ruxandra Twardowsky, Architektin