Kinocenter Weil am Rhein

Weil am Rhein
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Bautafel

  • Bauvorhaben: Freizeit & Restauraunt
  • Bauherr: Marktkauf Holding GmbH, Bielefeld
  • Architekt: Lohmann Architekten, Paderborn
  • Trockenbau: Keisinger Ausbau GmbH, Rheda-Wiedenbrück

Das Kino fußt auf der Geschossdecke des zweiten Obergeschosses. Aufgrund der Höhe von neun Metern durchstößt es die ursprüngliche Trapezblechdecke des dritten Obergeschosses. Massivbauwände waren hier wegen des Gewichts nicht möglich. Zudem liegt das Gebäude in der „Erdbebenzone 5": Diese Besonderheiten erfordern eine Leichtbauweise, die gleichzeitig extrem hohe Stabilität garantiert. Die Grundkonstruktion besteht deshalb aus Stahlstützen und -trägern. Als Außenhaut dient eine leichte Fassade aus Trapezblechprofilen mit schwingungsentkoppelten Sandwichplatten als Vorsatzschalen. Diese Konstruktion sorgt gleichzeitig für idealen Schallschutz nach außen. Der Innenausbau erfolgte in Trockenbauweise, um den hohen Anforderungen an Statik, Schalldämmung und Brandschutz gerecht zu werden.

Ausbauphase

An die Trennwände zwischen den Kinosälen wurden gleich vier Anforderungen gestellt: neun Meter hoch, maximale Schalldämmung, Brandschutzklasse F 90 und Erdbebensicherheit. Die Höhe von 9 Metern liegt in der Nutzung begründet - allein die Projektoren im oberen Bereich benötigen zwei bis drei Meter Platz. Beim Schallschutz sind insbesondere die tieferen, durch Bässe hervorgerufenen, Frequenzen ein Problem. Die Schallschutzwerte für Kinos sind deshalb in der Regel nicht in genormten Dezibelwerten vorgegeben, sondern auf tiefe Frequenzen abgestimmt. Um zu verhindern, dass man in einem Saal Geräusche aus dem Nachbarsaal hört, wurden spezielle, schwingungsentkoppelte Verbindungsteile eingesetzt. Diese entkoppeln die Schwingungen zwischen den zweischaligen Wänden mit Hilfe eines Gummipuffers: Dieser sitzt mittig auf einem Metallflacheisen. Innenliegende Dämmstoffe sind mit Draht an dem SE-Metallverbinder befestigt.

Damit keine Geräusche aus dem Nachbarsaal gehört werden, wurden spezielle, schwingungsentkoppelte Verbindungsteile und Gummipuffer eingesetzt.

Die Beplankung aus 2 x 15 mm und einer 18 mm Feuerschutzplatte LaFlamm (je Wandseite) schützt die in der Wand liegende, tragende Stahlkonstruktion mit F 90.

„Wenn man weiß, wie es geht, ist die Umsetzung letztlich nicht schwer. Das System überzeugt durch leichte Realisierbarkeit: Handelsübliche Profile und Platten ergänzt man lediglich um das Verbindungsteil mit Gummipuffer."

Peer HoinkisKeisinger Ausbau GmbH, Rheda-Wiedenbrück

Ergebnisse

Wirkung

Im Dreiländereck Deutschland, Frankreich, Schweiz eröffnete vor rund 15 Jahren in Weil am Rhein ein Outlet-Center. Um die Jahrtau-sendwende wurde daraus ein Einkaufszent-rum. Im Laufe der Zeit hat man immer wieder aktuelle Anforderungen und Bedürfnisse aufgegriffen und umgesetzt. So entstand nun ein Kino mit fünf Sälen auf dem Dach des zweiten Obergeschosses. Inzwischen läuft der Kinobetrieb längst auf vollen Touren und frei von akustischen Beeinträchtigungen - dank Siniat Trockenbau-Lösungen.