GRÜNE ZITADELLE VON MAGDEBURG

Magdeburg
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Bautafel

  • Bauvorhaben: Mehrfamilienhaus
  • Projektwert: 27,1 Mio. EUR
  • Bauherr: Siedlungswerk St. Gertrud Bau- und Projektmanagement GmbH, Magdeburg
  • Architekt: Künstlerischer Gesamtentwurf: Friedensreich Hundertwasser, vertreten durch Architekturbüro Pelikan, Wien
  • Trockenbau: Pribbernow + Mühlke GmbH, Ronald Pribbernow, Parchim
  • Projektbeteiligter: MBN Montag-Bau GmbH, Magdeburg

Die GRÜNE ZITADELLE VON MAGDEBURG - das ist der Name, den Friedensreich Hundertwasser seinem Werk gab. Bei der Namenswahl dachte er sowohl an die Geschichte Magdeburgs als Festungsstadt als auch an die Begrünung des gesamten Hauses. Hundertwasser setzte sich für eine natur- und menschengerechte Architektur ein: Die Verbindung zwi-schen Mensch, Natur und Schöpfung ist ein zentrales Anliegen seiner außergewöhnlichen Architekturprojekte. Die Herausforderung für den Trockenbau: Kein Teil ist vorgefertigt, jedes Stück ein Unikat. Und: alles ist in sich gerundet: von den Wänden und Decken, über rund verspachtelte Deckenanschlüsse bis hin zu abgerundeten Ecken. Die Umsetzung gelingt mit besonders biegsamen LaCurve Platten, ergänzt durch traditionelle Handwerkskunst.

Ausbauphase

Während in der Regel weitgehend vorgefertigte, identische Formteile den hochwertigen Innenausbau prägen, ist im Bau von Hundertwasser das genaue Gegenteil der Fall. Jedes einzelne Element ist ein manuell erstelltes Unikat. Diese Einzigartigkeit verschiedenster Elemente macht das gesamte Objekt zu einem Baukunstwerk - wozu auch der Trockenbau seinen Teil beiträgt.Die Wände und Decken bestehen zum größten Teil aus LaCurve von Siniat. LaCurve eignet sich vor allem für gebogene oder geschwungene Wand- und Deckenflächen. Optimalerweise kombiniert man die biegsamen Gipsplatten mit vorgestanzten, flexiblen Profilen.

Vorarbeit

Zunächst hat man die gewünschten Radien am Boden aufgezeichnet.

...und Umsetzung

Anschließend wurden die vorgestanzten UW-flex Profile angelegt und an einem Ausgangspunkt am Boden befestigt. Dann wurden die Profile mit einer Universalzange im Bereich der Stanzungen eingedrückt.

„Die Kunst ist, es so hinzubekommen, dass man den Abschluss als homogenes Bauteil wahrnimmt. Dazu mussten wir mehrfach spachteln. Teilweise haben wir Elemente aus der Stuckateurtechnik eingesetzt."

Ronald PribbernowPribbernow + Mühlke GmbH, Parchim

Ergebnisse

Wirkung

Die aufwendigen Formen galt es, mit Brand- und Schallschutzanforderungen in Einklang zu bringen. Teilweise waren bis zu 48 db im eingebauten Zustand zu erfüllen. Das gewährleisten drei- bis vierfach beplankte Wandsysteme und Vorsatzschalen.