Biennale 2010 Venedig

Biennale 2010 Venedig, Italien
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Bautafel

  • Bauvorhaben: Messe & Kongress
  • Bauherr: Bundesrepublik Deutschland
  • Architekt: Die Walverwandtschaften, München, Zürich, Boston
  • Trockenbau: Duplex GmbH, Pilsting; Zeissig GmbH & Co. KG; Messe- und Ausstellungsbau Springe-Hannover

Mit „Sehnsucht“, so der Titel der Ausstellung, setzen die Kuratoren auf die direkte Sinneswahrnehmung: goldene Vorhänge, textile Wandbespannungen und verspiegelte Oberflächen laden den Besucher ein, den Ort neu zu entdecken. Während die Wände des Hauptsaals nach einer Petersburger Hängung mit über 180 Skizzen der teilnehmenden Architekten und Kulturschaffenden bespielt werden, bleibt der Innenraum selbst als klassischer Salon für Vorträge, Gespräche und Musikaufführungen weitgehend frei. Dagegen überraschen die vier Seitenräume mit akustischen und visuellen Reizen. Im Spiegelsaal beispielsweise können sich die Besucher ganz ihren Träumen und Illusionen hingeben. Auf 200 Quadratmetern verspiegelter Wandflächen duplizieren sie sich ins Unendliche – ein alter aber immer noch wirkungsvoller Effekt. Aber auch die Spiegel selbst sind Teil dieser Illusion. Denn sie sind nicht aus Glas sondern aus Faserzement mit verspiegeltem Schichtstoff.

Ausbauphase

Die Zementplatte Hydropanel ist die formstabile Grundlage des Plattensystems Impact der Duplex GmbH. Für die Ausstellung in den historischen Räumen des Deutschen Pavillons wurde sie mit einer Spiegelfolie beschichtet und dank der raffinierten Befestigungstechnik des Duplex-Wandbekleidungssystems als extrem flache, fast fugenlose Vorsatzschale ausgeführt. Dazu wurde die Zementplatte im Duplex-Werk geschliffen, kalibriert und umseitig mit einer entsprechenden Nut versehen. Um die dauerhafte Beschichtung mit der Spiegelfolie zu gewährleisten, wurde diese auf die völlig staubfreie Hydopanelplatte geklebt und anschließend fest verpresst. Um die Illusion zu verstärken, wählten die Ausstellungsarchitekten ganz bewusst eine Folie die ein leicht verschwommenes Bild wiedergibt. So vorbereitet und, um die Spiegel nicht zu beschädigen, gut geschützt verpackt, wurden die Platten zum Deutschen Pavillon nach Venedig verschifft.

Vor Ort wurden auf die Wände des Pavillons Aluminiumprofile und hinten Gegenstücke des sog. Agraffen-Einhängesystems geschraubt.

Die vorbereiteten Trockenbauplatten, immer zwei über einander, mussten so nur noch in das System eingehängt werden.

„Die finale Bearbeitung und Montage der verspiegelten Hydropanelplatten erfolgte einfach und umkompliziert. Das Duplex System überzeugt mit seiner raffinierten Verbindungstechnik.“

Hans-Wilhelm Mingst, ProjektleiterZeissig GmbH & Co KG

Ergebnisse

Wirkung

Auf der Architektur-Biennale 2010 in Venedig verwandelte das Kuratorenteam ‘Die Walverwandtschaften‘ den Deutschen Pavillon in einen Sehnsuchtsort. Gezeigt wurden Skizzen von Architekten und Künstlern, die ihre Wünsche und Visionen illustrieren. Vier flankierende Kabinette fordern den Besucher heraus, sich seinen eigenen Sehnsüchten zu stellen. Der spektakulärste Raum, der Spiegelsaal, ist eine Inszenierung mit verspiegelten Wänden aus Siniat Zementplatten Hydropanel.