Automobilmuseum Horch

Zwickau
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Bautafel

  • Bauvorhaben: Kultur
  • Bauherr: August Horch Museum Zwickau GmbH (Eigentümer: Stadt Zwickau und Audi AG zu je 50%)
  • Architekt: Sieger Architektenwettbewerb: Architektengemeinschaft „Himmelfürst“, Zwickau
  • Trockenbau: Lindner AG, Arnstorf, Abteilung Objektdesign
  • Projektbeteiligter: Stuckateur: Rottenburg GmbH, Birkenfeld

Bei der umfassenden zweijährigen Sanierung war es oberste Priorität, den Charakter der ehemaligen Automobilfabrik zu erhalten bzw. zu rekonstruieren. Deshalb prägt ein historisch orientiertes Erscheinungsbild den schlanken, filigranen Stahlbetonbau. Die Produktionshalle hat man entkernt, um ihren großzügigen Charakter wiederherzustellen. Technische Installationen treten in den Hintergrund. Originalgetreu nachempfundene Satteloberlichter setzen die Exponate in angenehmes, gleichmäßiges Tageslicht. Die komplett neu konzipierte Ausstellung macht 100 Jahre Automobilbau in Zwickau „erlebbar". Auf gut 2.500 qm präsentieren sich 70 historische Fahrzeuge im authentischen Umfeld. Ganze Straßenzüge, Geschäfte und Tankstellen mit entsprechenden Düften und Geräuschen versetzen den Besucher in unterschiedliche Jahrzehnte.

Ausbauphase

Die Ringe sind komplett aus LaForm Gips-Formteilen von Siniat gefertigt. Bemerkenswert ist zunächst ihre Größe: Sie sind circa 14 Meter lang und 3,80 Meter hoch. Jeder Ring hat einen Durchmesser von gut vier Metern und wiegt an die 250 kg. Das andere wesentliche Merkmal ist der außergewöhnlich hohe Vorfertigungsgrad: Die Formteile bestehen aus einem mit Gipsplatten umkleideten Schichtholzkern. Dieser dient als selbsttragende Unterkonstruktion. Auf konventionelle Unterkonstruktionen konnte verzichtet werden. Dies ist vor allem wirtschaftlich interessant: Manuell gefertigte Ringe hätten eine gebogene Unterkonstruktion erfordert. Das bedingt erheblichen Zeitaufwand und entsprechende Kosten. Da das Exponat frei im Raum steht, wäre eine konventionelle Unterkonstruktion auch technisch nur schwer zu befestigen und zu integrieren gewesen. Die Ringe setzen sich aus drei x- und 17 u-förmigen Einzelteilen zusammen. Die x-förmigen Teile dienen als wesentliche kon-struktive Elemente. Ihr Kern besteht aus einer vierfach verstärkten Multiplex-Schichtholzplatte. Der Rohkörper ist wabenförmig aufgebaut und mit LaForm Formteilen umkleidet.

Die Einzelteile wurden bereits probeweise im Siniat Werk Hartershofen waagerecht vormontiert und vor dem Transport wieder auseinandergezogen.

Die 20 Einzelteile ließen sich problemlos in nur 10 Stunden montieren.

„Der Wunsch nach einer fugenlosen, homogenen Oberfläche war ein wesentlicher Grund, dass wir uns für Gipsplatten entschieden haben. Bei Holzwerkstoff wären beispielsweise Sichtfugen entstanden."

Mario MitterbauerLindner AG

Ergebnisse

Wirkung

Dank des gut durchdachten Baukastensystems mit extrem hoher Vorfertigung ließ sich das Exponat einfach und wirtschaftlich realisieren - so dass der Geburtsort von Audi wieder im Zeichen der Ringe steht.