Die neue DIN 18534-1 schafft eindeutige Regeln, beseitigt Fehlinterpretationen und bestätigt LaHydro als geprüften, feuchteunempfindlichen Untergrund für hochbelastete Nassräume.
Die Überarbeitung der DIN 18534-1 zum 01.10.2025 präzisiert die Anforderungen an Abdichtungen in Innenräumen, insbesondere in hochbelasteten Nassbereichen. Damit wird der Trend zu hochleistungsfähigen und recyclingfähigen Gipsplatten weiter gestärkt. Die Anpassung der DIN 18534-1:2025-10 schafft konkretere Regelungen und fördert bewusst innovative Lösungen. Mit der Zertifizierung durch die Versuchsanstalt für Holz- und Trockenbau (VHT) wird die letzte Lücke geschlossen:
LaHydro ist als Untergrund in den Wassereinwirkungsklassen W2-I und W3-I nachweislich geeignet.
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Die novellierte Norm legt die Anforderungen für Abdichtungen von Wand- und Bodenflächen in Innenräumen fest und ordnet diese den Wassereinwirkungsklassen W0‑I bis W3‑I zu.
Hinweis: Deckenflächen sind nicht Bestandteil der DIN 18534-1. Für Deckenkonstruktionen gelten die einschlägigen Produkt- und Konstruktionsnormen, beispielsweise Unterdecken nach EN 13964.
Missverständnisse in der Interpretation
Die Behauptung, dass ausschließlich zementgebundene Untergründe in den Klassen W2-I und W3-I zulässig seien, ist nicht normkonform. Zementgebundene Untergründe werden in der Norm lediglich beispielhaft aufgeführt:
- Die neue DIN 18534-1:2025-10 erlaubt ausdrücklich in W2-I die Verwendung von Untergründen unabhängig von der stofflichen Basis, sofern deren Feuchteunempfindlichkeit durch den Hersteller bestätigt wird.
- Für W3-I gilt weiterhin, dass ausschließlich feuchteunempfindliche Untergründe zulässig sind. Ein Ausschluss gipsgebundener Platten besteht nicht. LaHydro stellt durch ihren speziell hydrophobierten Kern und ihrer Glasvliesummantelung einen feuchteunempfindlichen Untergrund auch in W3-I dar.
- In Tabelle 1 der Norm wird zwischen allgemeinen „Flächen“ und spezifischen „Wandflächen“ unterschieden. Diese Differenzierung unterstützt Planer dabei, die jeweiligen Wassereinwirkungsklassen projektbezogen einzuordnen und unnötige Mehrkosten zu vermeiden. In der Praxis betrifft dies häufig die Klasse W2‑I für Wandflächen.
Diese Klarstellung zeigt, dass die alleinige Verwendung zementgebundener Untergründe normativ nicht vorgeschrieben ist.
Eignung von LaHydro - ein gipsgebundener Untergrund für W2-I und W3-I
Siniat hat mit der Nassraumplatte LaHydro einen sicheren Nachweis erbracht, dass das gipsgebundene Original für alle Feucht- und Nassbereiche geeignet ist:
- DIBt bestätigt: Der Untergrund für Abdichtungen ist bauaufsichtlich nicht geregelt – der Verbund ist entscheidend. Wesentliche Abweichungen erfordern keine Bauartgenehmigung.
- LaHydro ist gemäß VHT-Zertifikat Nr. Z-633-22-Pf als Abdichtungsuntergrund für W2-I und W3-I bestätigt.
- Die glasvliesummantelte LaHydro mit feuchteunempfindlicher Kernimprägnierung erfüllt die Anforderungen des Typs GM-FH1I nach DIN EN 15283-1 und weist eine hohe Resistenz gegen Nässe und Schimmel
- Geprüfte Sicherheit der LaHydro im Verbund mit den führenden Herstellern von Flächenabdichtungen
Die stoffliche Basis allein ist somit kein Ausschlusskriterium. Entscheidend ist die technische Leistungsfähigkeit und geprüfte Eignung im Verbund mit geregelten Flächenabdichtungen.
Damit ist die LaHydro für die Anwendung im Nassraum mindestens gleichwertig zu zementgebundenen Platten und normgerecht in hochbelasteten Nassräumen einsetzbar.
Planungssicherheit und Wirtschaftlichkeit
Vorteile durch gezielte Materialauswahl
Die neue DIN 18534-1 fordert eine präzisere Planung der Abdichtungssysteme, bietet jedoch auch Flexibilität für wirtschaftlichere Lösungen, wenn die technischen Anforderungen erfüllt sind. LaHydro ermöglicht genau das:
- Überdimensionierung vermeiden – Kosten reduzieren: LaHydro verhindert unnötig aufwendige Konstruktionen innerhalb der Wassereinwirkungsklassen W2-I und W3-I.
- Durchdringungen sind gemäß Abschnitt 6.5 der Norm zu planen – aufgrund der feuchteunempfindlichen Struktur bietet LaHydro Vorteile bei der Abdichtung von Durchdringungen.
- Unabhängig vom Untergrund erfordern ungeplante nachträgliche Perforationen (z. B. Bohrungen für Befestigungen) besondere Maßnahmen zur Abdichtung – LaHydro bleibt dabei formstabil und zuverlässig.
- Eingebaute Sicherheit: Mit einer Wasseraufnahme von unter 3 % ermöglicht LaHydro eine deutlich höhere Sicherheit gegenüber zementgebundenen Platten, deren Wasseraufnahme bis zu 15 % betragen kann.
- Dennoch müssen im Schadensfall Beplankungen, unabhängig der Materialbeschaffenheit, getrocknet oder ausgetauscht werden – dies relativiert die vermeintlichen Vorteile zementgebundener Platten (vgl. Informationsdienst des Bundesverbandes der Gipsindustrie e.V).
- Gipsvliesplatten der neuen Generation sind neben Nassräumen auch im Außenbereich als Putzträgerplatten einsetzbar: Siniat-Spezialplatte Weather Defence
- Praxisbewährte Lösung: LaHydro wird seit 2008 erfolgreich in Feucht- und Nassräumen eingesetzt. Die Platte überzeugt durch geprüfte Feuchtebeständigkeit, Maßhaltigkeit, sicheren Haftverbund für Fliesen und Spachtel sowie eine hochwertige Oberflächengüte. Langjährige Ausführungspraxis, Systemprüfungen und zahlreiche Referenzobjekte belegen die Zuverlässigkeit im Einsatz.
Vorteile gegenüber zementgebundenen Platten
Über die technische Eignung hinaus überzeugt LaHydro mit signifikanten Mehrwerten:
Verarbeitung
- Ritzen, Brechen, Schrauben und Spachteln – kein Spezialwerkzeug notwendig
- Effizientere Montage durch reduzierte Arbeitsschritte – körperliche Entlastung und Zeitersparnis
- Geringeres Plattengewicht – ergonomische Montage besonders bei Wand- und Deckensystemen und in der Sanierung
- Minimierung von Dehnungsfugen
- Großformat-Platten sparen Montagezeit – weniger Spachtelfugen, kein Verkleben der Plattenstöße
- Keine vollflächige Armierung für Q3-Oberflächen erforderlich
Brandschutz
- Feuerwiderstandsklasse bis F120 auch im Verbund mit anderen Materialien wie z. B. der LaDura Hartgipsplatte (DFH1IR) – auf der sicheren Seite
- Aufgrund der Zuordnung von LaHydro als Typ GM-FH1I und der brandschutztechnischen Gleichwertigkeit zum Typ GKFI sind sämtliche F-klassifizierte Konstruktionen in Verbindung mit unseren Verwendbarkeitsnachweisen zulässig.
Nachhaltigkeit
- Umweltschonender Rohstoff – Gips ist unbegrenzt oft recyclebar
- Umweltproduktdeklaration (EPD) gültig bis 22.12.2029
- Sehr niedriges Treibhausgaspotenzial (GWP) – EPD mit einem GWP-Wert von nur 2,16 kg CO₂-Äquivalent pro m² ermittelt nach EN 15804
- Mit gipsgebundenen Leichtbaukonstruktionen lassen sich CO₂-Emissionen erheblich reduzieren – ein zentraler Beitrag zur nachhaltigen Bauweise
Effizienz und Verfügbarkeit
- Kürzere Montagezeiten – schnellerer Projektabschluss, geringere Kosten
- Geringer Materialaufwand – wirtschaftlicher arbeiten
- Bundesweit kurzfristig lieferbar – schnelle Verfügbarkeit, auch in Mischzügen
Design und Akustik
- Anspruchsvolle Designs – gestalterische Flexibilität durch V-Fräsung und vorgefertigte Formteile (biegbar auf einen Radius von bis zu 2,00 Metern)
- Erhöhte Rissbeständigkeit – langlebige Konstruktionen und makellose Oberflächen
- LaHydro Akustik – Lochgipslatte für exzellente Raumakustik auch in hochbelasteten Nassbereichen
Fazit
Die neue DIN 18534-1 öffnet bewusst den Weg für leistungsfähigere Alternativen zu zementgebundenen Platten. Die LaHydro-Platte erfüllt diese Anforderungen und ist nachweislich für W2-I und W3-I geeignet. Aussagen, die eine generelle Unzulässigkeit gipsbasierter Platten behaupten, sind nicht haltbar und widersprechen dem Wortlaut der Norm.
Die normgerechte Verarbeitung sowie die Wahl geeigneter Abdichtungskomponenten sind integraler Bestandteil unserer Anwendungsempfehlungen.
LaHydro bietet eine zuverlässige Lösung für eine sichere und wirtschaftliche Planung – mit reduziertem Aufwand, geringeren Kosten und spürbarer Zeitersparnis. In Leistung und Flexibilität übertrifft LaHydro die zementgebundenen Platten deutlich.
LaHydro: Das Original im Nassraum seit 2008
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